Burnout besiegen. Lasst uns Burnoutsider sein

Wir alle haben Burnout! Und wir alle können Burnout besiegen.

Das Gefühl der Sinnlosigkeit kam schleichend. Diese unbeschreibliche Leere raubte mir die Lebensenergie. Ich wollte mein Burnout besiegen, meinen Weg gehen, wusste aber nicht wie. Bis ich merkte, einige Gesetze brechen zu müssen um zum Burnoutsider zu werden.


Lasst uns alle Piraten sein

Du denkst, das sei ein Aufruf um Gesetze zu brechen? Du hast verdammt recht.

Nicht jene Gesetze, die der Staat uns auferlegt. Diese sind zwar mitunter ärgerlich, sorgen aber für ein großteils funktionierendes Zusammenleben. Um diese Gesetze kümmere ich mich nicht weiter. Mein Hausverstand hilft mir, mit dem Staat nicht in Konflikt zu geraten, ihn mehr oder weniger zu ignorieren.

Ich meine die Gesetze, die wir uns selbst auferlegten. Unsere Glaubenssätze, die uns in der Kindheit oder durch Sozialisation anerzogen wurden. Die müssen wir rausschneiden wie einen bösartig wuchernden Tumor.

Wir sollten mehr wie Captain Jack Sparrow in Pirates of the Caribbean sein. Sein Handeln ist zwar meist unehrlich und moralisch fragwürdig. Und doch mögen wir die von Johnny Depp genial gespielte Figur.

Es ist an der Zeit, dass wir unserem Verstand links und rechts eine runterhauen und ihn aus der verdammten Hängematte zerren. Als Outlaw sollten wir ihm Fallen stellen, ihn ausspielen und mit sämtlichen Tricks zur Aufgabe zwingen. Erst dann haben wir die Möglichkeit ihn zu formen und unser eigenes, wahres Ding zu machen, das wirklich zu uns passt.

Lasst uns alle Burnoutsider sein

Als ich mich damals entschloss diesen Blog zu starten, suchte ich nach einem positiven, motivierenden Titel. Eine Bezeichnung, die alles beinhaltet was ich mit Burnout verbinde und eine Handlungsanweisung enthält.

Burnoutside erinnert mich mehrmals täglich, was ich früher falsch machte und welchen Abgrund ich deshalb erlebte. An das Gefühl der Sinnlosigkeit und der Leere, die ich nicht länger ertrug.

Aber auch, dass ich Burnout besiegen, aus diesem selbst geschaffenen Dilemma aussteigen und mein Leben in eine neue, lebenswertere Richtung lenkte. Seither kann ich meinen Weg gehen und stolpere nicht mehr durchs Leben.

Burnoutsider zu sein mag für Manche eigenartig klingen. Für mich ist es eine Lebensphilosophie. Alles was ich sein und nicht mehr sein, was ich tun und nicht mehr tun möchte, steckt in diesem Namen.

Ich kam auf der für mich bestimmten Seite des Lebens an. Dort, wo ich brutal ehrlich zu mir bin, die volle Verantwortung für mein Handeln übernehme, meinen Gedanken keine Macht mehr gebe und für das brenne, was ich gerne mache.

Mein Auftrag als Burnoutsider ist klar definiert: Mit dem Blick nach vorne gerichtet meinen Weg gehen und alles, wirklich alles zu entfernen, was mich daran hindert, mein Leben in seiner ganzen Pracht entfalten zu lassen.

Wir alle haben Burnout

Du meinst ich übertreibe? Schauen wir uns einige der typischen Burnout Symptome an:

Interesselosigkeit, Antriebslosigkeit, Verlust der Fähigkeit zur Freude, Lustlosigkeit, Reizbarkeit, Niedergeschlagenheit, Gefühl der inneren Leere, Gefühl der Sinnlosigkeit (der Arbeit, des Lebens) oder ein Gefühl der Hilflosigkeit bis zur Resignation.

Frustration, Zurückgezogenheit, Verlust des Selbstvertrauens, Angst oder Panikattacken, ständige Müdigkeit, Schlafstörungen, Übelkeit, Kopfschmerzen und Muskelverspannungen.

Erektionsprobleme oder generell keine Lust auf Sex, Anfälligkeit für Entzündungen, ständig unter Strom stehen, negative Gedanken, Grübeln, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit bis hin zum Verlust der geistigen Kreativität.

Burnout ist eine Bezeichnung, damit wir dieses undefinierbare Etwas, wie alles andere auch, in eine Schublade stecken  können. Wie Kinderschokolade oder Fußpilzspray.

„Hey, was hast du?“

„Kinderschokolade“

„Du arme Sau“

Die innere Leere akzeptieren?

Ich möchte dir nichts einreden, aber behaupte nicht, hin und wieder an einer der oben angeführten Symptome zu leiden. Und niemand soll mir damit kommen, dass das Leben nun einmal so ist, dass es gute und schlechte Zeiten gibt.

Dich mit einer der aufgelisteten Belastungen abzufinden bedeutet, dass du dich (unter)bewusst dafür entscheidest, deine eingeschränkte Lebensqualität zu akzeptieren.

Klar, mit einem platten Reifen fährst du weiter auf der Autobahn, mit einer kaputten Heizung kommst du locker durch den Winter und mit dem Gefühl der inneren Leere wirst du luftig locker durch’s Leben schweben. Echt jetzt?

Wo liegt dein Schatz verborgen?

Ein Pirat sucht nicht den Kampf, er sucht den Schatz. Der Kampf ist Mittel zum Zweck. Um an das Gold zu kommen ist ihm jedes Mittel recht. Ihm ist klar, dass er sich in unbekannte Gebiete wagen muss, um das zu finden, woran er Tag und Nacht denkt.

Woran denkst du Tag und Nacht? An die verdammte Einkaufsliste für morgen? Daran, wie du es bis Freitag aushältst oder an einen Konflikt, bei dem du nicht weißt, wie du aus ihm rauskommst?

Vielleicht denkst du an gar nichts mehr, weil die innere Leere bereits die Kontrolle über dich übernommen hat und bestimmt, wie du dich gefälligst zu fühlen hast?

Oder ist da immer wieder dieses eine Ding, bei dem du in Gedanken daran dieses wohlige Gefühl wahrnimmst? Wo ist dieser Schatz begraben?

Lasst uns die Anzeichen erkennen

Eine witzige Erkenntnis auf meinem Weg zum Burnoutsider ist, dass es nicht darum geht, was ich (zusätzlich) tun muss, um in mein passendes Leben zu finden. Viel mehr liegt das Geheimnis * darin, belastende Gedanken zuzulassen, anschließend loszulassen und sie nicht mehr zu denken.

Burnout entstand, weil zu viel vom Falschen in meinem Leben war. Burnout besiegen heißt, dieses Falsche an Deck zu holen, es an den Mast festzubinden und ordentlich auszupeitschen.

Ist das Falsche eine Person, dann nimm das mit dem auspeitschen bitte nicht wörtlich. Ansonsten sei gnadenlos und stell dich deinen Blockaden, die wie Syphilis in dir wuchern.

Meinen Weg gehen heißt erwachsen werden

Als Pirat brauchst du Gefolgsleute, die dir bedingungslos auf deinem Weg folgen und alles tun, damit du deinen Schatz findest. Du brauchst also Gedanken und Gefühle, die deinem Vorhaben dienlich sind. Alles andere wirf über Bord und versenke es für alle Zeiten in den Tiefen deiner Vergangenheit.

Das mag auf den ersten Blick schwierig erscheinen. Letztlich ist es eine Entscheidung. Bist du zum Beispiel schnell gereizt und möchtest am Liebsten dein Gegenüber an die Wand klatschen, kannst du dich in diesem Moment dafür entscheiden, runter zu kommen und die Herrschaft über dein Verhalten zu übernehmen.

Was sich in diesem Moment meldet, ist das wütende Kind in dir, dass sich früher nicht anders zu helfen wusste, als mit Geschrei auf sich aufmerksam zu machen. Pack es, wirf es über Bord und denke einen Gedanken, der dich näher zu deinem Schatz bringt und nicht zu Kopfschmerzen, Übelkeit oder zu einer Depression.

Burnout besiegen heißt die Segel setzen

Das Geniale ist, der Schatz ist bereits da. Er befindet sich in dir, ganz nah, greifbar. Der Wind, dein Wunsch nach Wohlbefinden keimt ebenfalls bereits in dir. Richte die Segel nach dem Wind aus und schon geht’s los.

Erstmal wird es krachen, wenn der Wind in die Segel fährt und das Holz verbiegt. Lässt du Veränderung in deinem Leben zu, wird alles durcheinander gewirbelt. Die anfängliche Unsicherheit wird allerdings schnell von dem bekannten wohligen Gefühl abgelöst, wenn du dich auf den Weg zu einem schönen Ort machst.

Nichts ist mehr wie vorher, wenn du erstmals die Meuterei, die sich seit langer Zeit in dir aufbaute, erkennst. Bist du frustriert, ergibst du dich nicht mehr wehrlos deinem Frust, sondern erkennst, dass du ihn sofort – mit einer Entscheidung – abstellen kannst.

Die Frage ist, ob du deine Symptome, dein Burnout besiegen willst. Ob du bereit bist, dich dagegen zu wehren, deine quälenden, blockierenden Gedanken zuzulassen und immer wieder übst, sie abzustellen.

Tust du es nicht, ist dein Leiden noch nicht stark genug oder du hast es dir bequem darin eingerichtet.

Aufmerksamkeit durch Mitleid ist schließlich auch Aufmerksamkeit. Und wenn niemand anderer mit dir mitleidet, stürzt du dich in dein Selbstmitleid um darauf zu warten, damit glücklich zu werden. Vernünftig, nicht?

Das Gefühl der Sinnlosigkeit überwinden

Du bist nicht die Summe deiner negativen Gedanken und Gefühle. Das Gefühl der Sinnlosigkeit oder der Leere in deinem Leben sind vorübergehende Zustände.

Du bist ein erwachsener Mensch, der ein Recht auf ein Leben in Fülle und Wohlbefinden hat. Burnout besiegen und meinen Weg gehen ist die ultimativste Lebensbereicherung.

Als Burnoutsider bist du der Kapitän auf deinem Schiff und bestimmst alleine und unabhängig wohin die Reise geht. Du bist das Gesetz, der Richter, der Henker und derjenige, der über richtig und falsch entscheidet.

Also steig in dein Holzbein, klatsch dir die Augenbinde ins Gesicht, den Haken an den Arm und bring alles und jeden zum fürchten, der sich dir in den Weg stellt. Setz die Segel und hol dir den Schatz, der darauf wartet, von dir gefunden zu werden.

Werde zum Burnoutsider. Wir sind Viele und warten auf dich auf der Insel, um unsere Schätze mit dir zu teilen. Dort, wo das Leben einfach geil ist und wo alles passieren kann was du möchtest.

Das Gefühl der Sinnlosigkeit und der Leere loszuwerden, braucht einige Veränderungen. Meinen Weg gehen heißt, diese Veränderungen zuzulassen. Dieses Buch ist dabei ein wertvoller Begleiter: Willst du normal sein oder glücklich? *


Titel des nächsten Artikels:

Der innere Schweinehund und der Selbstwert


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