Burnout ist keine Schwäche. Ist das klar?

Es ist Zeit, die Samthandschuhe auszuziehen und klar zu sagen: Burnout ist keine Schwäche!

Burnout am Arbeitsplatz wird zum Massenphänomen. Vor allem im Job wird Menschen, die an psychischen Belastungen leiden, immer wieder Schwäche unterstellt. Im privaten Bereich sind die möglichen Konsequenzen weniger dramatisch, aber nicht weniger belastend. Ein Plädoyer für Empathie, deinen Weg aus dem Burnout und eine Abrechnung mit allen Besserwissern: Burnout ist keine Schwäche!


Mit Sarkasmus zum Weg aus dem Burnout

Du bist am Ende deiner Kräfte? Hast keine Lust mehr auf irgendwas? Das Aufstehen fällt dir schwer, schlafen ebenso? Du bist schnell traurig, wütend, frustriert, ängstlich, müde, alles tut dir weh? Die einfachsten Aufgaben fühlen sich an, als müsstest du einen tonnenschweren Stein den Berg hoch rollen?

Und dann kommt jemand und sagt dir: Du bist schwach!

<sarkasmus>

Klingt vernünftig, nicht? Ich nehme mir seit Wochen vor, in ein Altersheim zu gehen, lauthals lachend mit dem Finger auf die alten Säcke zu zeigen und jedem Einzelnen mitten ins Gesicht zu sagen: Du bist schwach!

Das würde mich auf eine höhere Stufe der Statusleiter stellen. Sofort wäre ich mehr wert als andere Menschen. Was würde ich mich gut fühlen und, mangels Gegenwehr der Rollator-Fraktion, im Recht.

Ich könnte das Gleiche im Kindergarten wiederholen, oder im Zoo, vielleicht auf einem Treffen anonymer Alkoholiker oder einer Krebsstation.

<sarkasmus/ende>

Empathie ist nichts für Besserwisser

Klar, jemand der an einem Burnout leidet ist nicht vergleichbar mit einem Menschen im Altersheim, einem kleinen Kind, einem eingesperrten Tier, einem Alkoholiker oder Krebspatienten. Jeder hat sein eigenes Schicksal oder seine für ihn mehr oder weniger richtige Umgebung.

Mir geht es um die Haltung, die diesen Menschen entgegengebracht wird. Da ist auf der einen Seite dieser Mensch, der an etwas leidet das er nicht erklären kann. Auf der anderen Seite kommt ein Besserwisser und rammt dem Ersten sein verbales, rostiges Messer mitten ins Herz.

Ein starkes Zeichen gegen Schwäche: Verständnis

Ihr meint, ich übertreibe? Nein, ich stelle es noch viel zu wenig dramatisch dar. Diejenigen, die ihr Burnout überwinden konnten und über ihre Erfahrungen sprechen, zeichnen ein klares Bild.

In gleichem Ausmaß, wie es diese hartherzigen Besserwisser gibt, wächst glücklicherweise die Anzahl derer, die Verständnis für Menschen haben, die an einem Burnout oder einem ähnlichen Zustand leiden.

Das liegt wohl daran, dass die Gesellschaft häufiger mit Menschen konfrontiert wird, die in diesem Abgrund hängen und einen Weg aus dem Burnout suchen.

Chefs verursachen Burnout am Arbeitsplatz

Vor allem im Job wird Burnout zu einem Massenproblem. Unternehmer, Vorgesetzte, die den Druck auf ihre Angestellten stetig erhöhen.

Mitarbeiter, die flexibler sein, sich ständig weiterbilden müssen oder immer die gleichen Arbeitsschritte wiederholen. Beides führt dazu, dass Burnout am Arbeitsplatz Ausmaße annehmen wird, die Grippeepidemien in den Schatten stellt.

Chefs, die vorgeben alles zu können, aber durch mit Zahlen, Fakten und Zielen zugemüllten Köpfen jegliche Empathie verlieren. Dort liegt eine der Ursachen für Burnout und Depressionen.

Das System ist schwach, desillusioniert und perfide. Es schickt seine Soldaten, die Arbeitnehmer, in einen ungleichen Kampf gegen Digitalisierung, Automation, Gier und Billiglohnländer.

Burnout ist keine Schwäche, das System ist krank

Der Leistungsanspruch kennt mittlerweile keine Grenze mehr. Immer mehr und schneller scheint sich die Erde zu drehen und wir sollen uns nicht anscheißen, sondern mithalten. Uns gefälligst nicht so anstellen, das Leben ist schließlich kein Kindergeburtstag.

Menschen, ob im beruflichen oder privaten Umfeld, die dir sagen du bist schwach, reiß dich zusammen, haben von Empathie so viel Ahnung wie Justin Bieber von guter Musik.

Ich will den Spieß nicht umdrehen, mittlerweile bräuchte es allerdings Therapieangebote für derartige Zeitgenossen. Sie sind Schuld für Burnout am Arbeitsplatz, für generell enorme psychische Belastungen im Alttag und sie sorgen dafür, dass Menschen darin gefangen bleiben.

Wie erbärmlich kann ein Mensch sein?

Wer dir einredet, Burnout sei eine Schwäche, du seist schwach, ist kein emphatischer Mensch. Er will dich in dem Moment klein machen und klein halten. Er manipuliert dich, weil er sich nicht mit deinem Burnout oder deinen Depressionen auseinandersetzen möchte oder kann.

Manche nützen die Gelegenheit aus, um sich über den Leidenden zu stellen, sich durch die vermeintliche Schwäche des Anderen stark zu fühlen.

In Wahrheit lenken sie von ihren eigenen Problemen ab. Diesen stellen sie sich nicht, weil sich das kleinmachen von jemand anderen nicht mehr ausgehen würde. Wie erbärmlich.

Nütze die Chance, bitte

Ich will derartige Menschen nicht kategorisch schlecht machen, aber auf deinem Weg aus dem Burnout solltest du diese Art von Zeitgenossen möglichst meiden. Egal wie nah sie dir stehen.

Diese Menschen hätten genug mit sich zu tun, was ihnen bewusst ist. Aber da sie es sich nicht eingestehen oder zeigen möchten, hauen sie ihr Urteil lieber jemand anderem um die Ohren.

Burnout ist keine Schwäche. Je früher du das verinnerlichst und dieses perfide Spiel, das Andere mit dir spielen, durchschaust, desto früher beginnt dein erfolgreicher Weg aus dem Burnout, weg von den Depressionen *.

Du hast dich verirrt, der Leuchtturm zeigt dir den Weg

Stell’ dir das vor: Jemand der dir sagt du seist schwach, verlangt gleichzeitig von dir, dich noch mehr anzustrengen. Noch mehr gegen dich anzukämpfen und noch mehr den Erwartungen Anderer zu entsprechen. Das ist Wahnsinn. Und gefährlich.

Dein Burnout zeigt dir, dass du irgendwann falsch abgebogen bist. Das ist kein Fehler, keine Schwäche, das passiert – jedem. Da ist kein Platz für Vorwürfe, Entschuldigungen oder Erwartungen, die Andere an dich stellen.

Du bist wie ein Schiff das in Seenot geriet. Dein Burnout ist keine Schwäche, es ist der Leuchtturm, der dir das Signal gibt „gehe nicht weiter diesen Weg, sonst knallst du gegen die Felsen“. Andererseits zeigt er dir, dass du nicht mehr dorthin sollst, wo du herkommst.

Diese beiden Richtungen führen zu nichts, außer in den Abgrund. Gehe einen anderen Weg, suche dir neue Ziele, neue Perspektiven. Halte Ausschau nach einem Leuchtturm, der dich in ruhige Gewässer führt.

Den Weg aus dem Burnout vor Augen

In ein Leben, das zu dir passt. Ein Leben, in dem du, um nicht als schwach zu gelten, nicht stark sein oder Burnout am Arbeitsplatz hinnehmen musst. Es geht nicht darum, Andere zufriedenzustellen. Nicht deinen Chef, nicht deinen Partner, deine Freunde, niemanden.

Hast du das für dich passende Leben gefunden, wird sich automatisch eine Zufriedenheit einstellen, für die du nicht kämpfen, um die du dich nicht bemühen musst. Das solltest du dir auf deinem Weg aus dem Burnout klar vor Augen halten.

Empathie ist die Lösung

An dich, wenn du denkst Andere runtermachen zu müssen, weil sie gerade nicht deinen Erwartungen entsprechen: Burnout ist keine Schwäche. Ist das klar? Selbst wenn du deren Vorgesetzter bist, halte dich gefälligst zurück.

Du bist Mitschuld für Burnout am Arbeitsplatz und wo es sonst noch vorkommen mag. Fehlt dir das, was kluge Menschen als Empathie bezeichnen, google danach oder halte einfach die Klappe.

An dich, wenn du in einem Burnout steckst: Du bist nicht schwach. Du bist demjenigen, der dir das vorwirft, um Lichtjahre voraus! Dieser Besserwisser lebt weiterhin mit seinen Ängsten, Problemen und mit einem Stein an dem Ort, wo du gerade dein Herz pochen spürst.

Du hast die Chance, deinem Herz zu folgen, endlich! Nütze sie, folge deinem Leuchtturm, der dir den Weg aus dem Burnout zeigen wird und werde dir darüber bewusst, dass am Ende dieser turbulenten Reise ein neues Leben auf dich wartet. Dein starkes Leben.

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Titel des nächsten Artikels:

Gibt es ein Leben vor dem Tod?


Was ich von meinem Burnout lernte

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3 Gedanken zu “Burnout ist keine Schwäche. Ist das klar?

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