Burnout Praevention statt Ignoranz

7 Grundsätze der Burnout Prävention

WÄRE BURNOUT PRÄVENTION SEXY, WÜRDEN WIR UNS DARUM KÜMMERN. LASST SIE UNS SEXY MACHEN

Burnout Prävention ist wie der Versuch, sich gegen einen Meteoriteneinschlag zu schützen. Klar, kann passieren, wie hoch ist allerdings die Wahrscheinlichkeit? Außerdem kommt das Ding nicht aus heiterem Himmel. Doch, tut es. Dann ist es allerdings zu spät.

Du brauchst etwas wesentlich Motivierenderes, Einfacheres, Natürlicheres als den Bau eines Schutzschildes gegen Burnout. Lies den Artikel bis zum Schluss, nimm Papier und einen Stift zur Hand und wenige Stunden später ist deine Burnout Prävention erledigt!

Der Witz des Tages zur Burnout Prävention

Zwei Psychotherapeuten gehen an einem Fluß spazieren. Plötzlich sehen sie einen Mann wild im Wasser zappeln.

Die Therapeuten gehen ruhig weiter.

Der Mann ruft verzweifelt um Hilfe.

Keine Reaktion.

Schließlich ruft der Mann: „Hilfe, Hilfe, ich ertrinke!“

Sagt der eine Therapeut zum Anderen:

„Es wurde aber auch Zeit, dass er sein Problem erkennt!“

Es ist okay, wenn du jetzt nicht an einem Lachanfall elendig verreckst, so lustig war der Witz nicht. Der Gedanke dahinter soll dich durch diesen Artikel begleiten: Reagierst du erst, wenn es beinahe zu spät ist oder erkennst du die Gefahr frühzeitig?

Starten wir mit einer geschmackvollen Frage:

Eine Darmspiegelung als Burnout Prävention?

Wir Menschen neigen dazu, erst dann Schritte der Veränderung zu setzen, wenn wir den Schmerz bereits spüren oder ein vermeintlich absehbares, negatives Ereignis eingetreten ist.

Sagt dir ein Arzt, dass du nicht alt werden wirst, wenn du weiterhin Müll in dich hineinstopft, wirst du dich mit gesunder Ernährung beschäftigen. Sind auf dem Röntgenbild erste Schatten auf deiner Lunge erkennbar, wirst du mit dem Rauchen aufhören. Verursacht ein Kabelbrand Schäden an deiner Einrichtung, wirst du die elektrischen Leitungen erneuern.

Angebote im Bereich der Gesundheitsvorsorge werden immer häufiger angenommen (Blutuntersuchung, Mammographie, Prostata- und Darm-Vorsorgeuntersuchung etc.). Dennoch folgen wir mehr dem Motto „Das geht schon“ als der Frage „Was könnte nicht alles passieren?“. Insbesondere bei psychischen Beschwerden.

Und das ist gut. Eine optimistische Lebenseinstellung ist allemal besser, als hinter jeder Hecke eine Gefahr zu wittern. Das Problem ist ein völlig anderes …

Burnout Praevention ist wichtig
War klar, nicht?

Wir stellen die falschen Fragen. Wenn überhaupt

Burnout Prävention ist zu Beginn keine Sache, die nach konkreten Maßnahmen im Außen verlangt.

Möchtest du einen Kuchen backen, musst du zuerst überlegen, welche Art von Kuchen es werden soll. Welches Geschmackserlebnis möchtest du erfahren? Du prüfst, welche Zutaten du dafür benötigst. Hast du ein Rezept oder gehst du nach deinem Gefühl vor?

Gleiches gilt für die Urlaubsplanung, dem Bau einer Gartenhütte oder der Bewerbung für einen Job. Ausgerechnet in Bezug auf unser Leben und unsere künftige Lebensqualität stellen wir uns keine Fragen?

Das ist der Überbau einer Burnout Prävention. Was solltest du konkret gegen etwas unternehmen, das überhaupt nicht in deinem Fokus ist? Kümmere dich um deine Lebensqualität und du wirst Burnout nur aus Erzählungen von Menschen kennen, die das nicht taten.

Also, tu dir den Gefallen und beantworte für dich folgende 7 Fragen:

Erste Burnout Prävention

Was ist zu viel in deinem Leben?

Hier eine Liste mit Vorschlägen, was zu viel sein könnte:

  • Freunde
  • Termine
  • Hobbys
  • Lebensmittel
  • Smartphone-Apps
  • Ungelesene Bücher
  • Facebook-„Freunde“
  • Fernsehsender
  • Stress
  • Alkohol
  • Überstunden
  • Seitensprünge
  • E-Mail-Newsletter
  • Veranstaltungen
  • (Partnerschafts-)Konflikte
  • Utopische Wünsche
  • Erwartungen
  • Zeug, das abgestaubt werden muss
  • Ziele
  • Pornos
  • Kleidung
  • Amazon-Wunschliste
  • Alleine sein
  • Kleinere, unbehandelte Wehwehchen
  • Verkehrsstaus
  • Geltungssucht
  • Feierlichkeiten
  • ToDo-Listen
  • Schulden
  • Zeug, dass du seit über einem Jahr nicht benutzt hast
  • Lärm
  • Unerledigte Listen, auf denen steht was zu viel in deinem Leben ist!

Wahnsinn was da zusammenkommt, nicht? Mach’s dir leicht und entledige dich gleich von der Hälfte jeden Punktes, der annähernd auf dich zutrifft und du bist im Spiel.

Alles zu tun, Vieles zu besitzen und überall dabei zu sein ist was für Angeber. Vereinfache dein Leben. Starte damit: Jetzt!

Das entstehende und bleibende, befreiende Gefühl wird dich überwältigen und motivieren, dich mit dem nächsten Punkt auseinanderzusetzen.

Hier der Trailer zu einem Interview, das Sandra Liane Braun mit mir führte. Schau dir das ganze Interview an!

Zweite Burnout Prävention

Du denkst, dein Lebensglück liegt in der Zukunft und nicht im Jetzt?

Dann bist du auf dem Holzweg mein Freund! Nicht, weil ich das sage. Wer bin ich dir zu sagen, auf welchem Weg du unterwegs bist?

Bastelst du dir manchmal Bilder im Kopf, die dich in irgendeiner Phantasiewelt zeigen? Das macht jeder und es ist gut, dass wir Träume haben.

Richtig gefährlich wird es an dem Punkt, an dem deine Phantasiewelt stark von deiner Realität abweicht und diese Differenz beginnt weh zu tun. Es entsteht ein Gefühl des Mangels.

Mangel an

  • Glück
  • Hoffnung
  • Befriedigung
  • Gerechtigkeit
  • Erfüllung

Schließlich wird daraus Frust, der sich immer tiefer und fester in dir einnistet und deine Stimmung nachhaltig negativ beeinflusst.

Zwei Maßnahmen helfen dir, einen Weg aus diesem Frust zu finden:

1. Hast du das „zu viel“ (wie bei der ersten Burnout Prävention beschrieben) gefunden, beginne sofort damit, das Gute in deinem Leben zu erkennen. Irgendwas ist da bestimmt, es wurde von dem ganzen unnützen Zeug verdeckt.

2. Gib deinen Träumen eine Chance. Sind sie auch noch so utopisch und erscheinen unrealistisch in der Umsetzung, in deinen Träumen steckt dein Lebensglück. Wie viel Leben schuldest du deinen Träumen?

Orientiere dich an dem, was Gutes vorhanden ist, baue es aus. Das motiviert dich und gibt dir das Selbstvertrauen, an deinen Träumen zu arbeiten.

Der nächste Punkt wird dich dabei begleiten.

Dritte Burnout Prävention

Bist du der Kapitän oder der Passagier deines Lebens?

Du wirst vermutlich antworten: „Natürlich bin ich der Kapitän und bestimme selbst die Richtung meines Lebens“.

Bleiben wir bei der Metapher mit der Seefahrt und denken kurz über folgende Frage nach, die einen völlig anderen Blickwinkel auf das Thema wirft:

Willst du der Passagier sein, der sich das Schiff aussucht mit dem er reist oder der Kapitän, dem ein Schiff und somit eine Route zugeteilt wird?

Du siehst, so einfach ist das nicht. Beide Zugänge haben ihre Vor- und Nachteile. Lass uns über die dritte „Variante“ reden: Das Schiff!

Wohin soll dich dein Schiff (also dein Leben) bringen? Warum willst du dorthin, was wirst du dort machen, wie wird es sich anfühlen?

Es ist undenkbar in ein Burnout zu geraten oder eine längere, unglückliche Phase zu erfahren, wenn du dich bewusst für eine Richtung in deinem Leben entscheidest, die sich richtig anfühlt.

Vierte Burnout Prävention

Wer oder was ist für dein Lebensglück und Lebensunglück verantwortlich?

Dieses Kapitel können wir ganz schnell abschließen! Du bist für dein Glück und Unglück verantwortlich. Du ganz alleine und sonst niemand.

Ja, es gibt Ausnahmen (alles, was mit einer kriminellen Absicht verbunden ist: Missbrauch, Betrug usw.).

Wir reden hier nicht von Schuld sondern von Verantwortung. Nimm dein Leben selbst in die Hand, übernimm die volle Verantwortung für deine Gedanken, Gefühle und Handlungen. Ansonsten bist du der Spielball Anderer und des folgenden „Problems“.

Burnout Praevention bringt Licht ins Dunkel
Siehst du vorne das Licht oder hinten die Dunkelheit?

Fünfte Burnout Prävention

Wo sind deine äußeren und inneren Konflikte?

Wir können uns bestimmt darauf einigen, dass Konflikte nicht unbedingt zu einem glücklichen Leben beitragen, nicht? Sie sind wie der Klotz am Bein, an dem du dich zwar im Laufe der Zeit gewöhnst, aber Klotz bleibt Klotz.

Äußere Konflikte sind klar:

  • Streitigkeiten mit Menschen deiner Umgebung, bei denen die Beteiligten nach einiger Zeit nicht einmal mehr wissen, was der Auslöser dazu war.
  • Ein peinliches (vielleicht gemeinsam mit jemand Anderen erlebtes) Ereignis, das unter den Teppich gekehrt wird, aber bis zum Himmel stinkt.
  • Missverständnisse, falsch verstandene, dahingesagte Blödeleien.
  • Jemand hat nicht auf deine WhatsApp-Nachricht geantwortet, oder nicht so, wie du das erwartet hast, mimimi.
  • Jemand hat dich einmal belogen, er wird dich wieder belügen
  • Jemand anerkennt und übernimmt nicht deine hohen moralischen Werte, dieser Schmock?
  • Dein Chef, der dich unfair behandelt.

Also alles, wodurch du dich verletzt fühltest oder jemanden verletzt hast und es regelmäßig zu Auseinandersetzungen mit anderen kommt.

Innere Konflikte sind eine komplexere Nummer. Sie sind schwerer zu lösen, weil du dich mit jemandem auseinandersetzen müsstest, dem du nicht die Schuld geben kannst, weil du, naja, selbst derjenige bist.

Innere Konflikte sind:

  • Fehler, die du in der Vergangenheit machtest, über die du nicht hinwegkommst.
  • Lügen, die schwer auf dir lasten.
  • Nicht wahrgenommene Chancen.
  • Falsche Entscheidungen.
  • Äußere Umstände, die förmlich nach einer Lösung schreien, die du aber vor dir herschiebst.
  • Der innere Schweinehund, der dich im Griff hat.

Möchtest du mal ein ausgereiftes Burnout erleben, dann löse diese Konflikte auf gar keinen Fall. Sie tragen dermaßen viel negatives Potential in sich, dass du in immer kürzeren Abständen diesen schweren Brocken in deinem Bauch oder deiner Brust spürst.

Genieße diese Brocken und diese Konflikte wie ein kleines Kind, das in der Ecke schmollt, weil es kein fünftes Eis bekam …

>Sarkasmus:Ende< Next=[Eine brutale Frage];

Sechste Burnout Prävention

Wie ehrlich bist du?

Wann hast du zuletzt gelogen? Also nicht, wann hast du zuletzt einen anderen Menschen belogen. Damit wirst du schon irgendwie durchkommen.

Nein, wann hast du dich zuletzt selbst belogen?

Es ist so: Jedesmal wenn du dir vormachst, das Richtige zu tun und gleichzeitig spürst, dass das völliger Bullshit ist, verursachst du eine Verletzung in jener Region, die für dein allgemeines Wohlbefinden zuständig ist.

Kleine Schnitte, die – jeder für sich genommen – nicht weiter schlimm sind. Irgendwann ist es zu viel und es entsteht eine große Wunde. Wir nennen das Burnout. Schon mal davon gehört?

Versuche es mal mit Ehrlichkeit dir selbst gegenüber. Hört ja niemand zu. Der Einzige, der dich bei deinen unnötigen Lügen ertappt, bist du selbst. Das ist momentan unangenehm, du wirst dich etwas schämen und dich fragen, ob du irgendwo angrennt bist.

Probier es aus, du wirst erstaunt sein, was alles möglich ist. Apropos „möglich“ …

Burnout Praevention statt sich Illusionen machen
Dein Verstad zeigt dir immer die Realität. Ja klar?

Siebte Burnout Prävention

Vertraust du deinem Verstand oder deinem Gefühl?

Du musst jetzt ganz stark sein! Was jetzt kommt wird etwas brauchen, um es zu verdauen:

Dein Verstand – und ich traue mich das kaum auszusprechen – dein Verstand ist ein Trottel, ein Dummkopf, ein Depp!

Hey, bleib bitte fair, ich habe nicht dich beleidigt, lediglich deinen Verstand. Der hat mit dir nichts zu tun.

Den brauchst du, wenn du im Laden zwei Äpfel plus vier Birnen durch fünf Bananen teilen musst. Also für praktische Sachen im Alltag, die dir überhaupt erst ermöglichen, atmend, regelmäßig ausscheidend und auf zwei Beinen am Leben teilzunehmen. Das war’s aber auch schon für den Verstand.

Also wie bei deinem Smartphone: Dieses bedienst du, nicht dein Smartphone dich. Verstehen wir uns?

Es ist der Verstand,

  • der dich zu viel arbeiten lässt
  • der dir mitteilt, dass du mehr im Leben erreichen musst
  • der schließlich Stress in dir verursacht
  • der etwas haben will
  • der dir glaubhaft macht, dass du zu wenig hast
  • der dir sagt, dass du angeblich mehr Aufmerksamkeit brauchst
  • der dich falsche Entscheidungen treffen lässt
  • der sich mit Anderen vergleicht
  • der sich eine Welt voller Illusionen schafft
  • der dir keine Pausen gönnt
  • der dir vormacht, dass deine Existenz gefährdet ist, wenn du aufhörst auf ihn zu hören
  • der dir schließlich mitteilt, dass du ein Versager bist, weil du dich nun in einem Burnout befindest

Das ist alles absoluter Bullshit! Hau deinem Verstand ordentlich eine runter, in dem du deinem Gefühl vertraust.

Dein Gefühl sorgt dafür,

  • das für dich Richtige zu tun
  • Situationen umfassend und korrekt einzuschätzen
  • Stop zu sagen, bevor du beginnst, (was auch immer) zu übertreiben
  • das Falsche in deinem Leben zu erkennen
  • dass du die für dich richtige Richtung in deinem Leben einschlägst
  • dass du erkennst, dass viel Gutes in deinem Leben vorhanden ist
  • dass du dich an dem orientierst „was du brauchst“ und nicht „was du haben möchtest“
  • dass du dein volles Potential erkennst und ausschöpfst
  • dass du die richtigen Entscheidungen für dich triffst
  • dass du ein Ur-Vertrauen entwickelst, dass dich ein Leben lang begleiten wird

Steigere sofort deine Lebensqualität, indem du deinem Gefühl folgst und verbanne deinen Verstand dorthin, wo er hingehört: In die zweite Reihe. Das Gefühl entscheidet, der Verstand setzt um. Punkt!

Fazit zur Burnout Prävention

Es ist nicht dieser eine falsche Schritt, der dich in ein Burnout stürzen lässt. Viel mehr ist es eine Aneinanderreihung unbeachteter Bereiche deines Lebens, die in Summe zur Belastung werden.

Im Laufe der Zeit entwickeln diese eine Eigendynamik und stauen sich zu einem gewaltigen Durcheinander auf. Schließlich bricht alles unter dem Druck zusammen und es bleibt ein riesiger Krater, indem du nur noch die Scherben deines Lebens erkennst.

Nähere dich nicht mit einem Problembewusstsein, du hast (noch) kein Problem.

Folge diesen 7 positiven Grundsätzen, wie es sich für einen erwachsenen Menschen gehört:

1. Vereinfache dein Leben

2. Finde das Gute in deinem Leben – jetzt

3. Schlage die richtige Richtung in deinem Leben ein

4. Übernimm Verantwortung

5. Führe innere und äußere Konflikten einer Klärung zu

6. Sei ehrlich zu dir selbst und

7. Vertraue auf dein Gefühl

Burnout Prävention ist viel zu negativ besetzt und fordert unsere Disziplin heraus, wie die tägliche Verwendung von Zahnseide. Sei nicht vernünftig, sei erwachsen!


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