Key-Visual vom Blog Burnoutside: Blog.Ein Mann in kurzen Hosen und einem Kapuzenpulli steht verkehrt zur Kamera auf Steinen, die an einem Strand Richtung Mehr aufgereiht sind. Er blickt hinaus, auf das offene Meer

Burn|outside. Was heißt das? Für wen ist dieser Blog und von wem?

Burnout überwinden ist möglich

Wenn Experten ein Thema aus deren Perspektive betrachten, ist das gut. Wenn Betroffene berichten, ist es richtig. Das macht dieser Blog.



Hallo, mein Name ist Roland, ich konnte mein Burnout überwinden. Darüber schreibe ich in diesem Blog!

Stell’ dir vor, du wanderst einen Weg entlang. Plötzlich stolperst du über einen Stein. Du verletzt dich. Nicht lebensgefährlich. Mittelschwer.

Würdest du nachkommende Wanderer vor der Gefahr warnen?

Wenn ja, hast du meinen Beweggrund für diesen Blog verstanden.

Burnoutside: Das bin ich, Roland. Ihr sollt einiges über mich wissen, mit wem ihr es zu tun habt, wer in diesem Blog schreibt
Roland, 1973, Skorpion, Rock ’n‘ Roll-Fan, Burnoutsider. Aber die Fakten sind nicht wichtig …

Was du in diesem Blog findest:

Je nachdem, in welcher Situation du dich gerade befindest, wirst du folgendes in diesem Blog entdecken:


Wenn du in einem Burnout oder einer Depression steckst, sollst du anhand meiner Geschichte erfahren, dass

  • es einen Weg gibt, um Burnout überwinden zu können,
  • der Weg raus nicht leicht ist, aber du viel Neues an dir entdecken wirst,
  • du nicht der Einzige bist, den ein Burnout in Gefangenschaft genommen hat und,
  • bereits alles vorhanden ist, um aus diesem freien Fall auszusteigen.

Wenn du denkst, dass du auf dem Weg bist, in ein Burnout oder eine Depression zu schlittern, wirst du erfahren,

  • welche Anzeichen ich nicht ernst nahm,
  • was ich rückblickend anders oder nicht machen würde und,
  • welchen Abgrund du dir ersparst, wenn du jetzt aktiv wirst.

Wenn du ein Burnout hinter dir hast, bitte ich dich,

  • in den Kommentaren deine „Sicht der Dinge“ zu beschreiben,
  • mitzuhelfen, den Betroffenen Mut zu machen, und
  • regelmäßig zu überprüfen, ob bei dir die Gefahr eines Rückfalls besteht.

Wenn du in keinem Burnout oder einer Depression steckst und nicht darauf hinsteuerst, erfährst du,

  • was bei einem Burnout abgeht,
  • wie du mit jemanden umgehst, der in diesem Sumpf steckt und,
  • wie unfassbar schön dein Leben (hoffentlich) ist, weil du es (hoffentlich) selbst und bewusst gestaltest.
Einfach das zulassen, was an Gefühlen und Gedanken gerade daherkommt.
… wichtig ist was wir spüren …


Warum habe ich mich entschlossen, diesen Blog zu schreiben?

Die einfache Antwort auf diese Frage ist, weil ich ein Burnout hatte und lange Zeit unter Depressionen litt. Ich möchte meine Erfahrungen sowohl mit aktuell Betroffenen, als auch mit jenen teilen, die Burnout überwinden konnten und mit Menschen, die gerade darauf zusteuern.

Ich habe lange überlegt, ob ich mit diesem Thema und meinen Gedanken an die Öffentlichkeit gehen soll, deshalb greift die einfache Antwort zu kurz. Es ist eine Art Seelen-Strip den ich hier vollziehe. Völlig fremden Menschen einen Einblick in das Schlimmste, das mir passiert ist zu gewähren, erscheint zunächst absurd.

Andererseits gelten Burnout und Depression immer noch als Tabuthemen in weiten Teilen der Gesellschaft. Dazu kommt, dass viele Menschen, ob im privaten oder beruflichen Umfeld, selbst sogenannte Experten, eine falsche Vorstellung von diesen „psychischen Krankheiten“ haben.

Burnoutside: Von der Krise zum neuen Lebensgefühl

  • In einer schweren Krise feststecken,
  • mir über die Gründe der misslichen Lage bewusst werden,
  • einen Weg finden, wie ich dem entfliehen kann
  • eine Entscheidung treffen,
  • aus dem Burnout aussteigen, rausgehen,
  • die neu entstandene Kraft spüren und
  • ein neues Lebensgefühl entdecken,

das meine ich mit Burnoutside.

Brenne im Tun, wozu du geschaffen bist. Verbrenne nicht im Denken, das ins Verderben führt.*

Ich kann und will die Welt nicht verbessern

Ist es meine Aufgabe, Aufklärungsarbeit zu leisten? Nein, es ist nicht meine Aufgabe und ich sehe es nicht als Verpflichtung mit diesem Thema anzunehmen. Ich möchte mit der Erzählung meiner Erfahrungen und den daraus abgeleiteten Erkenntnissen einen Beitrag leisten. Bezüglich den oftmals falschen Meinungen über „Burnout und Depressionen“ werde ich versuchen, Klarheit zu schaffen.

Es gibt auch ein egoistisches Motiv für die Entscheidung, mit diesem Blog zu beginnen. Während der Phasen, in denen mich die Depression im Griff hatte, half mir das Aufschreiben meiner Gedanken und Gefühle, nicht den Verstand zu verlieren.

Ich schreibe weiterhin darüber, weil ich mir der Möglichkeit, eines Tages wieder in diesen Abgrund zu stürzen, bewusst bin. Es ist eine Art Vorsorge oder Selbstschutz, ein reinigender Prozess, bei dem ich den Kopf frei bekomme. 


Ich gebe keine Ratschläge

10 Dinge, an denen du ein Burnout erkennst. 12 Wege aus der Depression. 125 Tipps für ein entspanntes Leben. Derartige Ratschläge wirst du in diesem Blog nicht finden. Das Leben ist nicht so, dass du es mit ein paar plausibel klingenden Punkten meistern kannst.

Sollte in einem meiner Artikel etwas wie ein Ratschlag daherkommen, sind das rein persönliche Erfahrungen und Erkenntnisse, und selbst diese solltest du gründlich hinterfragen.


Wichtig: Such dir professionelle Hilfe

Unsere Psyche ist vergleichbar mit einer komplexen Maschine. Daran bastelt man nicht herum oder holt sich ein paar gut gemeinte Ratschläge zu diesem Thema aus dem Internet. Folgendes ist kein Tipp oder ein gut gemeinter Rat, sondern extrem wichtig:

Quäle dich nicht länger mit psychischen Belastungen. Vertraue nicht darauf, was alles im Internet steht. Hör auf, über diverse Ratschläge von sogenannten Experten nachzudenken, geh bitte zu einem Arzt! Ob das ein Allgemeinmediziner ist, den du schon länger kennst, dem du vertraust oder ein Psychologe, am Besten ein Psychiater –  vereinbare umgehend einen Termin!


Wir leben in einer komplizierten Welt

Ich denke, mit ein Grund, dass mehr Menschen in ein Burnout schlittern und unter Depressionen leiden, ist die – zumindest subjektive – Wahrnehmung, dass wir in turbulenten und unsicheren Zeiten leben und wir mit einem negativen Thema nach dem anderen konfrontiert werden. 

Um mein Burnout überwinden zu können war es wichtig, mich nicht von diversen Hysterien anstecken zu lassen. Deshalb werde ich in diesem Blog auf aktuelle Ereignisse und Entwicklungen eingehen und beschreiben, wie ich lernte, damit umzugehen.


Als höflicher Gastgeber, möchte ich noch auf etwas hinweisen:

  • Liebe Damen, ich bitte um euer Verständnis! Aufgrund der besseren Lesbarkeit werde ich in den Texten dieses Blogs der Einfachheit halber die männliche Form verwenden. Die weibliche Form ist in allen Texten selbstverständlich mit enthalten.
  • Können wir du zueinander sagen? Okay, ich hab’s schon getan … Auch wenn wir uns nicht kennen, ich respektiere dich als Menschen und als Besucher meines Blogs. Du zu dir zu sagen hilft mir, offenherziger zu schreiben.
  • Ich verwende bewusst der Blog und nicht das Blog. Der Duden sagt, ich darf’s mir aussuchen. Der Blog klingt meiner Meinung nach natürlicher.
Das Leben ist schön. Tu, was du spürst, ohne Kompromisse.
… und was wir daraus machen.


Ich erzähle einfach meine Geschichte

Wenn in diesem Blog das eine oder andere für dich dabei ist, das dir Hoffnung gibt, mit dem du dich identifizieren kannst, freue ich mich. Deine eigene Situation besser zu verstehen und zu wissen, dass du nicht alleine damit bist, das möchte ich dir vermitteln.

Vielleicht ist es ein neuer Aspekt, über den du nachdenken möchtest. Ein Punkt, den du noch nicht im Fokus hattest oder ein Thema, mit dem ich dich – nicht böse gemeint – provoziert habe. Was auch immer dich auf diesem Blog bewegt, wenn du magst, kannst du mir deine Gedanken mitteilen. Entweder per Mail oder im Kommentarfeld unter den einzelnen Blog-Artikeln.

Es ist in Ordnung,

wenn du mit manchem auf diesem Blog nicht einverstanden bist. Letztlich sind es meine persönlichen Erfahrungen mit Burnout und Depression, die ich hier beschreibe. Ich bin kein Experte, ich bin ein ehemaliger Betroffener, der sein Burnout überwinden konnte, der dort nicht mehr hin will, wo hoffentlich alle rauskommen und niemand hin muss.

Ein Buch, das für mich der Startschuss dafür war, ernsthaft über das Leben nachzudenken. Ein Muss in jedem Bücherregal: Wer bin ich – und wenn ja wie viele?: Eine philosophische Reise*

Hier geht es zu meinem ersten Artikel.

Beste Grüße
Roland


Sex und Depression. Die weiche Härte

Buchempfehlungen


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16 Gedanken zu “Burn|outside. Was heißt das? Für wen ist dieser Blog und von wem?

  1. Ich finde es sehr mutig von dir mit uns deine persönlichen Erfahrungen mit deinem Burnout und deinen Depressionen zu teilen. Ich stehe laut Arzt kurz vor dem Burnout und glaube nicht, dass ich das könnte.
    Liebe Grüße
    Sigrid

    1. Du musst das auch nicht tun, liebe Sigrid. Lass es mich stellvertretend für dich tun und all jene, die wie du kurz vor einem Burnout stehen oder sich bereits darin befinden.

      Schau hin und wieder hier vorbei, vielleicht ist ja was für dich dabei, was dir hilft, dem Burnout doch noch zu entkommen.

      Denn das wünsche ich dir von ganzem Herzen!

      Beste Grüße
      Roland

  2. Hey Roland,
    nach deinem Kommentar auf meinem frisch geschlüpften Blog Die Silberne Schleife lasse ich dir natürlich gern einen Gruß da. Ich lese mich jetzt erst einmal durch deinen Blog.

    Für alle, die wie wir an psychischen Erkrankungen leiden: erzählt eure Geschichte. Für euch und alle anderen da draußen. Die Silberne Schleife soll unsere Welt verändern. Seid Teil dieser Veränderung – und bekommt eure persönliche Silberne Schleife von mir dafür.

    Es grüßt euch alle
    EUre kaLI von Die Silberne Schleife

  3. Danke Roland!
    Als eine die grade die Kurve vor dem zweiten Burnout gekratzt hat, kann ich so viel sagen: Man wird klüger. Man erkennt die Zeichen früher. Man weis besser was hilft. Man kommt daher schneller wieder raus.
    Für „Anfänger“:
    Unbedingt mit dem Arzt zusammenarbeiten! Sich auf vorgeschlagene Therapien einlassen und probieren. Sich selbst gutes tun. Dinge tun die einem Spaß machen und erfüllen. Stress (Wenn man noch in der Lage ist zu spüren was das ist) nach Möglichkeit vermeiden. Das Glück, das Leben, die Lebendigkeit in jedem noch so kurzen Augenblick zulassen und genießen. Stille, Ruhe und Struktur ins Leben bringen. So viel wie möglich raus in die Natur gehen. Langsamkeit zelebrieren. Lachen so oft es geht. Persönlichen und liebevollen Kontakt zu den Mitmenschen pflegen. Hände weg von Alkohol und Drogen jeder Art, die verschlimmern alles nur.
    Alles Liebe und Glück!

    1. Vielen dank für deinen Kommentar!

      Ich freue mich immer sehr, wenn jemand dem Burnout entkommen konnte. Es zeigt, dass es möglich ist und das ist so eine wichtige Botschaft für Menschen, die immer noch darin feststecken.

      Deine Hinweise für „Anfänger“ finde ich klasse. Letztlich muss jeder seinen Weg finden, spüren, was ihm gut und seinem Gefühl folgen!

      Beste Grüße
      Roland

  4. Schön das du ein Thema behandelst, das vielerorts noch verkannt und als Spinnerei abgetan wird. Ich war 2010 selbst davon betroffen und wäre froh gewesen, wenn es deinem Blog schon gegeben hätte.Damals fehlten die Berichte von Betroffenen und Ansätze wie man sich mit oder ohne der Hilfe von Fachleuten wieder selbst daraus befreien kann. Dein ehrlicher Umgang damit und die Lösungsansätze das Burn Out zu vermeiden bzw. wieder aus der Spirale rauszukommen gefällt mir.

    1. Danke für deinen Kommentar!

      Ich hoffe, dass es dir heute wieder gut geht und du trotz mangelnder Unterstützung wieder aus dem Burnout herausgefunden hast!

      Beste Grüße
      Roland

  5. Hallo, alles was du da schreibst finde ich super.Ich bin seit April dieses Jahres krank aber ich Kämpfe und es lohnt sich aufgeben wäre für mich keine Option, den egal wie sehr das Leben dich bescheisst es geht immer weiter.

    1. Hallo Anna,

      DANKE für deinen Kommentar!

      Deine Einstellung ist klasse und ich möchte dich darin absolut bestärken. Es gibt einen Weg raus und was dann kommt, ist besser als das was vorher war! Sei geduldig und wenn es mal schwierig ist, schau hier vorbei, schreib mir einen Kommentar oder eine Mail – was immer dir hilft!

      Wir schaffen das!

      Beste Grüße
      Roland

  6. Mutig – Danke dafür. Es gibt so viele „Heile Welt“ Beiträge im Web und so viele Dinge bei dem die heile Welt ein Ende findet. Ich hatte nie einen diagnostizierten Burnout, wenn auch später eine diagnostizierte mittelschwere Depression, die sich oft in den selben Symptomen zeigt. Die Welt ist plötzlich eine andere und Menschen wie du, die darüber sprechen oder schreiben, helfen einem zu verstehen, dass man nicht kaputt ist, sondern nur vorübergehend nicht so funktional.

    Ich habe oft und lange gedacht, dass diese Welt nicht meine ist. Ich bin inzwischen so weit zu akzeptieren, dass diese Welt oft nur Schall und Rauch ist und ich mir die Welt gestalten muss „wie sie mir gefällt“ und schon klappt es auch mit dem Aufstehen.

    Das passiert nicht von heute auf morgen, aber ich bin froh, dass ich das erkannt hab, dank Menschen, die mir gezeigt haben, dass man nicht Allein ist damit.
    => Dazu gehört Mut <=

    Viel Erfolg weiterhin für alle Lebenslagen.

    Liebe Grüße,
    Nika

    1. Liebe Nika,

      ich danke dir für deinen tollen Kommentar!

      Sich die Welt zu gestalten „wie sie dir gefällt“, finde ich großartig! Klar, das da draußen ist alles Schall und Rauch, eine Spielwiese, der wir viel zu viel Bedeutung geben.

      Ich bewundere dich dafür, dass du deinen eigenen Weg gehst und ich wünsche dir dabei weiterhin eine große Portion Spaß und Lebensfreude!

      Liebe Grüße
      Roland

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