Mentalen Stress auflösen durch Reflexion

Persönliche und berufliche Bewertungen differenzieren

Stress entsteht nicht nur dadurch, dass wir übermässig arbeiten und uns dabei verausgaben. Häufig ist es der mentale Stress, der als die grössere Bürde empfunden wird. Besonders Bewertungen, die von Mitmenschen an dich gerichtet werden, führen zu keiner inneren Ruhe. Besonders im Berufsleben sind Bewertungen an der Tagesordnung. Das ist purer Stress für dich und kostet nur wertvolle Lebensenergie. Nur durch eine innere Reflexion kannst du dich davon abtrennen.
Reflexion bei mentalem Stress

Täglich erfahren wir Bewertungen von Menschen. Der Ehepartner, die Kinder, der Nachbar oder der Freund sagen dir, was sie von deinen Entscheidungen halten. Der Arbeitgeber gehört ebenfalls dazu. Kritik ist ein Baustein, der hilfreich sein kann, sich selbst zu reflektieren. Aber sie kann auch zum Werkzeug von mentalem Stress mutieren, wenn du damit nicht umgehen kannst.

Nicht selten fühlen sich Arbeitnehmer persönlich angegriffen, wenn der Chef darauf hinweist, dass die Arbeit nur rudimentär erledigt wurde. Häufig fehlt hier die Differenzierung, dass lediglich die ausgeführte Arbeit gerügt wurde. Arbeitnehmer empfinden diese Kritik so, als wären sie auch menschlich unzulänglich.

„Der Chef kann mich nicht leiden“, könnte eine Aussage sein, die der Betroffene gegenüber dem Kollegen dann äussert. Der Arbeitstag ist für die Betroffenen dann wieder ein schwarzer Tag. Noch nach Feierabend ärgern sie sich unsäglich über diese Kritik. Diese Nacht kann von Schlaflosigkeit geprägt sein, weil die Gedanken einfach nicht mehr zur Ruhe kommen.

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Auch unter Kollegen wird kräftig gewertet und gelästert

Die typische Grüppchenbildung in einem Team sagt aus, wer auf welcher Seite zu stehen hat. Es klingt beinahe so, als wäre das ein kriegsähnlicher Zustand. Wer in das Kreuzfeuer einer Gruppe oder eines Kollegen gerät, hat es schwer. Denn von nun wird beinahe jeder Handgriff den du tätigst, bewertet.

Zu einer entspannten Arbeitsweise trägt das nicht bei. Wer möchte schon gerne hören, dass er viel zu lange braucht, um die Arbeit zu bewältigen? Aber bei den Kollegen können noch andere Motive eine Rolle spielen, die dafür ausschlaggebend sind, warum du in die negative Kritik gerätst. Die Eitelkeiten der Menschen darf nicht ausser Acht gelassen werden.

Dominanzgebaren, das Gefühl von Macht und Stärke oder Überlegenheit sind ebenfalls Attribute, warum du an den Rand gedrängt wirst. Doch wie kann ich mit all diesen mentalen Schwierigkeiten umgehen und welche Lösung gibt es für diese Probleme?

Wie stark bist du mit deinem Beruf verankert?

Wer stark verankert ist mit seinem Beruf, kann manchmal nicht mehr erkennen, dass der Arbeitsplatz nur ein Schauplatz ist. Eine Bühne für persönliche Selbstdarstellung, Machtgehabe und Selbstausdruck des Einzelnen. Anstatt unter den mentalen Anfeindungen von Kollegen zu leiden, ist es besser zu erkennen, warum diese Angriffe stattfinden. Erkenne, dass der Angreifer damit etwas kompensieren möchte.

Reflexion statt Selbstdarstellung

Ein persönliches Defizit, was anderweitig nicht ausgelebt werden kann, ist eine Variante davon. Wer beispielsweise weder in der Familie noch im Beruf Macht ausleben kann, aber danach strebt, könnte so vorgehen. Er schnappt sich den Kollegen und versucht auf ihn Macht auszuüben, indem er schlecht über ihn redet.

Wenn du dann weinend auf die Toilette läufst, ist das Ziel erreicht. Wenn du aber reflektierst, dass das Problem nicht du, sondern der Angreifer selbst ist, kannst du diesen mentalen Stress reduzieren. Andere hingegen versuchen ihre fehlende berufliche Kompetenz zu verschleiern, indem sie auf andere zeigen, die scheinbar unzulängliche Leistungen abliefern.

Wer mit dem Finger in eine andere Richtung zeigt, wird selbst nicht in Verdacht geraten, könnte die Denkweise sein. Wie der Fall auch gelagert sein mag; für dich ist es wichtig, die Dinge zu hinterfragen. „Was für ein Problem hat mein Kollege?“ und nicht „Was für ein Problem hat der Kollege mit mir?“.

Reflexion am Arbeitsplatz

Wie lerne ich zu reflektieren?

Um zu reflektieren, gilt es eine Situation zu untersuchen, ohne die dabei auftauchenden Gefühle sofort anzunehmen. Bleibe sachlich und untersuche die Aussage, die getätigt wurde. Wenn der Chef dir sagt, deine Arbeit sei nur rudimentär ausgeführt worden, überprüfe dies. Wenn das stimmt, ist der Fall erledigt. Nehme aber nicht die begleitenden Gefühle auf, die dich persönlich betreffen.

Du kannst dir vornehmen, künftige eine bessere Arbeitsqualität abzuliefern. Denke aber stets daran, dass diese Rüge ausschliesslich deine berufliche Leistung betrifft. Damit ist nicht dein Charakter, dein Aussehen oder deine Persönlichkeit gemeint.

War deine Arbeit hervorragend, kannst du davon ausgehen, dass der Chef heute ein Problem hat. Manchmal gerät man als Blitzableiter einfach zwischen die Fronten. Wichtig ist, dass du die negativen Gefühle, die dich persönlich betreffen, sofort ablehnst. Hake das Thema nach der Reflexion umgehend ab. Sofern dahingehend wieder Gedanken auftauchen, kümmere dich nicht um diese.

Reflexion bringt Entspannung

Wie ist das bei Kollegen, die dich mental angreifen?

Bei Kollegen, die dich mental angreifen, bewerten oder ungerecht behandeln, gilt ähnliches. Erfahre die Situation und lasse das Erlebte im Raum stehen. Betrachte wie eine dritte Person von aussen, diese Erfahrung. Das ermöglicht dir, dass du deine persönlichen Gefühle besser abtrennen kannst. Die auftauchenden negativen Gefühle lässt du ungeachtet stehen.

Sei dir bewusst, dass nicht du das Problem bist, sondern dein Kollege. Wenn du das weisst, ist dir klar, dass diese begleitenden Gefühle nicht zu dir und der Situation gehören. Wer möchte, kann dem Kollegen verdeutlichen, dass er die ungerechtfertigte Kritik nicht annimmt.

Auch effektvolle Gesten können diesen Entschluss unterstreichen. So kann die flache, erhobene Hand in Brusthöhe, die an ein Stoppschild erinnert, klare Signale setzen. Bis hierhin und nicht weiter lasse dich deine Worte zu! Auch für dich ist diese Geste ein Aspekt, der dir hilft, zu reflektieren. Das bedeutet für dich: ich grenze mich ab und lasse mich nicht von undifferenzierten Gefühlen überfluten.

Die Vogelperspektive

Wer es schafft, in die Vogelperspektive einzusteigen, hat es leichter, die Dinge zu differenzieren.

Ein wenig Vorstellungskraft ist dafür nötig. Denn dann kannst du die Situation, die du erlebst, wie ein Zuschauer wahrnehmen. Versuche, direkt im Anschluss an die negative Erfahrung, dir vorzustellen, wie du über den Raum schwebst.

Du siehst nach unten und kannst alle Beteiligten sehen. Du hörst die gesprochenen Worte und welche Körperhaltung die Personen einnehmen. Auch dich selbst siehst du. Diese Form der Vogelperspektive kann dir wertvolle Erkenntnisse liefern.

Vielleicht erkennst du, wie du defensiv in der Ecke stehst und kaum ein Wort sagst. Oder du siehst, mit welchen machtvollen Gesten sich die Kollegen vor dir aufbauen. Die Sichtweise eines Vogels ermöglicht dir, dich schneller von negativen Gefühlen abzuspalten.

Eine neue Sicht mit Reflexion

Rasche Booster zur Beruhigung

Wer eine böse Bewertung vom Chef oder dem Kollegen entgegennimmt, spürt sofort, wie die Aufregung aufsteigt. Bevor es zu einer grossen Diskussion oder sogar Streit kommt, kannst du einen Booster benutzen, um dich schnell zu beruhigen. Dazu zählt auch das autogene Training. Hier gibt es für aufkeimende Stresssituationen Übungen, die rasch und beinahe überall auszuführen sind.

Versuche ohnehin, die angespannte Situation, wenn möglich, zu verlassen, um später Rede und Antwort zu stehen. Dieser Zeitpuffer kann genutzt werden, um entspannende Atemtechniken durchzuführen und dich zu beruhigen. Zudem kannst dich innerlich rüsten, dass du das aufsteigende negative persönliche Gefühl nicht zulässt. Ein kurzes Austreten aus dem Raum reicht dafür schon.

Ist das alles wahr?

Nicht nur ausgesprochene Kritik führt zu Stress. Auch fehlendes Lob erzeugt innere Zweifel. Die selbst generierten Interpretationen können dazu führen, dass man sich für einen schlechten Arbeitnehmer hält. Doch ist das wirklich wahr? Versuche auch hier die Motive zu verstehen, warum du nur wenig oder gar kein Lob erhältst!

Sei abgrundtief ehrlich zu dir selbst, denn nur so gelingt dir die perfekte Reflektion. Wenn du sicher bist, dass du gute Arbeit leistest, liegt dem eine andere Ursache zugrunde.

Auch Arbeitgeber sind Menschen und nicht jeder ist in der Lage, Lobeshymen zu formulieren. Fehlende Empathie, mangelnde Ausdrucksweise, Unsicherheiten oder auch Scham können Aspekte sein, warum der Arbeitgeber kein Lob ausspricht.

Wer von Kindesbeinen an nie Lob erfahren hat, ist auch nicht in der Lage dieses zu vergeben. Es kann also auch an der Erziehung des Arbeitgebers liegen, dass er solche Worte nicht formulieren kann. Aber auch andere Hintergründe können eine Rolle spielen. Wenn du der einzige Arbeitnehmer bist, auf den er nicht verzichten kann, wird er vermutlich Lob nur zögerlich preisgeben. Er will dich nicht dazu animieren, über deine Fähigkeiten nachzudenken. Denn das könnte dazu führen, dass du deine Talente bewusst wahrnimmst.

Als Konsequenz könntest du einen Arbeitsplatzwechsel in Erwägung ziehen, der attraktivere Konditionen für dich bereithält. Hier geht es also darum, dass der Arbeitgeber nicht möchte, dass du Jobwechsel in Erwägung ziehst.

Die Autorin stellt sich vor

Die Autorin El Maya ist spirituelles Medium, Buchautorin, Mentaltrainerin und Karmaexpertin. Sie hat einige Bücher zum Thema Seele, Lebensplan, Karma und Jenseits veröffentlicht. Diese Ratgeberliteratur enthält Strategien um sein Karma abzubauen und die seelische Mitte zu finden.

Kontakt zu El Maya


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