Der Sinn des Lebens ist Unsinn

Der Unsinn vom Sinn des Lebens

EINES TAGES STELLT SICH JEDER DIESE FRAGE: WAS IST DER SINN DES LEBENS?

Frag hundert Leute nach dem Sinn des Lebens und du bekommst von dreißig Menschen hundertfünfzig Antworten. Der Rest stammelt unbeholfen rum, sucht verzweifelt nach einer intellektuell hochtrabenden Antwort oder bestraft dich mit einem verwirrten Blick, als hättest du um eine Stuhlprobe gebeten. Einige Wenige verstanden die Frage nicht.

Erfahre in diesem Artikel, welche Joker es gibt, um deinen Sinn des Lebens zu finden.

Die Unendlichkeit oder der Sinn des Lebens

Zugegeben, die Frage richtig oder falsch zu beantworten ist unmöglich. Sie kommt einer unendlichen Schnitzeljagd gleich, bei der du von einem Standpunkt zum Nächsten gelangst.

Die Frage nach dem Sinn des Lebens nicht zu stellen, ist nicht weniger verwirrend. Erinnere dich das nächste Mal an diesen Satz, wenn du an einem Montagmorgen auf dem Weg zur Arbeit darüber nachdenkst, warum zur Hölle du das gerade tun musst.

Oder in einer ähnlichen Situation, in der du dein gesamtes Dasein sowas von infrage stellst.

Habe ich eine Meinung dazu?

Ähm, ja, habe ich. Ich meine, ich stelle mir hier selbst Fragen. Höchste Zeit mir Gedanken über den Sinn des Lebens zu machen.

Lass mich ein wenig ausholen: Vor gar nicht langer Zeit saß ich vor den Scherben meines Lebens. Ohne Scheiß und ohne hier einen auf Mitleidsmasche zu machen. So viel Mitleid wie ich damals suchte, bekam nicht einmal der unglückselige Neymar junior bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Das hab ich hinter mir.

Wie auch immer. Gescheiterte Firma, gescheiterte Beziehung, kein Geld, kein Job. Mein Leben war eine einzige Ruine. Depressionen gab’s noch oben drauf, weil eine Talfahrt nicht ohne Grund „Talfahrt“ heißt. Solange du nicht ganz unten angekommen bist, bekommst du immer noch was oben drauf. Was schreibe ich, ist alles hier in diesem Blog nachzulesen.

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Wie viel wiegt der Sinn des Lebens?

Eigenartig war, dass ich ausgerechnet in diesem beschissenen Moment die Frage nach dem Sinn des Lebens stellte? Also kein verträumtes:

„Hey, was ist der Sinn des Lebens, tralala?“

Sondern:

„Verf*** Sch***, was soll dieser verd** Bulls***, ich völlig verbl*** Volli***, ich Gschiss***, ich verda*** Mist*** …“

Also auf die direkte Art.

In dieser Situation die Frage nach dem Sinn des Lebens zu stellen ist, als würdest du nach dem Sprung aus einem Flugzeug nach „Fallschirm“ googeln.

Klar, steht uns das Wasser bis zum Hals, suchen wir nach einem Halt, um nicht unterzugehen. Ich bin skeptisch, ob in dieser Situation eine tonnenschwere Frage das Richtige ist.

Der Unsinn des Lebens

Damals sah ich den Wald vor lauter Bäumen nicht. Oder anders formuliert: Ich sah den Sinn des Lebens vor lauter inneren Konflikten nicht.

Wobei sehen in diesem Zusammenhang eine glatte Lüge ist. Sehen setzt einen klaren Verstand voraus und der war damals auf 3 ‰. In einer derartigen Situation greift wieder einmal Mutter Natur in ihrer unendlichen Weisheit ein und schenkt uns einen Ausweg: Depressionen!

Wie sie ein Erdbeben der Stärke acht mit mehreren kleinen Vorbeben ankündigt, macht sie uns über längere Zeit mit eindeutigen Gefühlsregungen auf die bevorstehende Katastrophe aufmerksam.

Würde sie uns damit zu etwas Positivem, also zu etwas Sinnvollem hinführen, wäre das Gefühl ein wohliges und entspanntes Kribbeln in der Bauchgegend.

Die Kraft des Sinn des Lebens
Die Natur ist stärker als du

Depressionen, Burnout und ihre Vorboten sind hingegen wohlig und entspannt wie ein Justin Bieber Song als Klingelton. Insofern macht sie uns auf den Unsinn in unserem Leben aufmerksam.

Sinnlosigkeit mal Sinnlosigkeit ergibt Sinn

Den folgenden Text verfasste ich, als es mir noch verhältnismäßig gut ging. Er gibt dir einen Einblick in meine verzweifelte Suche nach dem Sinn des Leben:

Da sitze ich, schon wieder, und denke darüber nach was ich machen soll. So sehr ich mich anstrenge, es will mir nichts einfallen. Nicht einmal nichts, sondern noch weniger als nichts. Ich falle noch tiefer in dieses Loch, dass mich die Frage nach dem Sinn des Lebens überhaupt erst stellen hat lassen.

Es muss doch irgendetwas für mich geben. Es scheint, als hätten alle Menschen um mich herum ihren Sinn des Lebens längst gefunden. Nur ich sitze hier, schon wieder, und krieg meinen Arsch nicht hoch. Obwohl ich längst bereit bin, wenn ich den Sinn des Leben gefunden habe.

Ein Job der Spaß macht und genügend Geld abwirft, damit ich mir den ganzen coolen Scheiß leisten kann. Reisen, ein geiles Auto, trendige Klamotten, dazu ein iPhone mit fettem Speicher.

Gutes tun, anderen Menschen helfen wär’ auch toll. Ich bin doch ein guter Typ und davon überzeugt, dass ich es mir verdiene. Den ganzen coolen Scheiß halt.

Jetzt fühlt es sich an, als hätte ich kein Recht beim Spiel des Lebens mitzuspielen. Vom Leben ausgespuckt. Mir selbst überlassen. Niemand hilft mir, nimmt mich an der Hand oder legt mir eine Liste mit vier bis fünf Punkten hin die ich erledigen muss. Fertig. Sinn des Lebens gefunden. Job done, yeah!

Bin ich ein schlechter Mensch? Oder ein völliger Vollidiot? Faul, schwach, ein Psycho oder noch schlimmer: Ein Kind? Ich meine, ich bin erwachsen und weiß nicht, was ich mit meinem Leben Sinnvolles anfangen soll.

Ich weiß nicht einmal wo ich beginnen soll mit anfangen

Nochmal fünfzig schlaue Bücher lesen, die das Leben von A bis O erklären, mir stundenlang YouTube-Videos reinziehen, um immer wieder bei irgendwelchen außerirdischen Phänomenen oder Verschwörungstheorien zu 9/11 zu landen?

Morgen wird’s besser, bestimmt. Morgen finde ich meinen Sinn des Lebens. Und wenn nicht morgen, dann übermorgen. Ich habe das Gefühl, ganz kurz vor dem Durchbruch zu stehen. Auf einmal wird alles völlig klar vor mir liegen. Plötzlich wird sich alles zum Guten wenden und …

Heute ist Morgen. Zwei Wochen später. Ich bin müde. Obwohl ich nichts mache bin ich müde. Mein Körper schmerzt, mein Kopf auch. Essen wurde zur Pflichtveranstaltung. Lächeln auch.

Das Fernsehprogramm ist jeden Tag das Gleiche. Das kann nur bedeuten, dass ich der einzige Mensch auf diesem verdammten Planeten bin, der jeden Tag vor der Glotze hockt. Für jemandem, der das hin und wieder macht, ist dieser Scheiß bestimmt die volle Abwechslung.

Ich spüre die Sinnlosigkeit bei allem was ich tue und tue es dennoch immer wieder

Als wäre das so ein mathematisches Paradoxon: Sinnlosigkeit mal Sinnlosigkeit ergibt Sinn.

Woher die Hoffnung kommt, die immer noch wie ein dunkler Schatten um mich herumschleicht, weiß ich nicht. Wovon ernährt sich diese Hoffnung? Es gibt keinen Grund zur Hoffnung, nichts deutet auf Besserung hin. Kein Strohhalm, kein Lichtblick, keine Idee. Nicht einmal mehr die motivierenden Sprüche auf Facebook erscheinen sinnlos. Wovon ernährt sich die Hoffnung, von sich selbst?

Das kann doch nicht sein. Noch nie dachte ich dermaßen intensiv über eine Sache nach. Niemals zuvor war ich mit so einer Leidenschaft an einer Sache dran. In der Schule hätte ich für diesen Einsatz ein fettes Sehr gut mit zwei Sternchen abgegriffen. Jetzt fühle ich mich, als müsste ich die letzten zwei Jahre wiederholen.

Der Sinn des Lebens und das richtige Timing

Damals war das ein hingerotzter Text, dem ich keine besonders große Bedeutung gab.

Heute finde ich darin den Kern meines verwirrten Zustands:

  • Ich verlor völlig die Bodenhaftung. Da waren keine Stützen mehr, keine Substanz auf der irgendetwas hätte entstehen können. Als würde ich Pflanzensamen auf Beton verstreuen und hoffen, dass ein wunderbarer Baum entsteht der mich den Rest meines Lebens ernährt.
  • Keine Spur von Selbstbewusstsein. Stattdessen jede Menge Selbstzweifel.
  • „Die Hoffnung ernährt sich von sich selbst“. Hoffnung ist das Pantomimespiel des Lebens: Leidenschaftlich, bewegt jedoch nichts.

Jetzt mal ehrlich: Trifft das nicht auf dich zu, wenn du mal einen schlechten Tag oder eine schlechte Phase hast? Fühlst dich, als würdest du im Raum-Zeit-Kontinuum herumtorkeln, nirgends angedockt zu sein und somit jegliche Klarheit verloren zu haben?

Verloren im Sinn des Lebens
Völlig schwerelos und doch so schwer …

In einer derartigen Phase nach dem Sinn des Lebens Ausschau zu halten, ist mit dem Versuch vergleichbar, Kokosnüsse im sibirischen Winter zu ernten.

Wo liegt der Unsinn in deinem Leben

Meine eigenen Erfahrungen der letzten Jahre, also der Zeit nach den Depressionen, lassen ein eindeutiges Muster erkennen. Ich weiß immer noch nicht worin der Sinn des Lebens besteht. Keine Ahnung was meine Aufgabe auf diesem Planeten ist.

Was ich nicht mehr tun darf, das steht allerdings zweifelsfrei fest:

  • Als Angestellter für die Träume eines Anderen arbeiten
  • Schulden machen
  • Meinen Selbstwert von der Bewertung anderer Menschen abhängig machen
  • Blind gesellschaftlichen Konventionen folgen
  • Versuchen, meinen Status in der Gesellschaft zu erhöhen
  • Es Anderen recht machen, Anderen etwas beweisen wollen
  • Warmen Ribiselwein trinken
  • Mich von meinem Ego vergewaltigen lassen
  • Mein Glück in die Hände anderer Menschen legen
  • Erwartungen haben
  • Angst haben
  • Die Klärung offensichtlicher Probleme/Konflikte vor mir herschieben
  • Akzeptieren, dass das Leben nun einmal ist, wie es ist
  • Hoffnungen in die Politik setzen
  • Nachrichten konsumieren
  • An vergangenen Mustern festhalten
  • Nach dem Sinn des Lebens suchen

Die Suche nach dem Sinn des Lebens ist paradox. Geht es mir schlecht, ergibt die Suche absolut keinen Sinn. Von 0 auf 100 mit verwirrten Gedanken? Na klar!

Geht es mir gut, bin ich offensichtlich auf meinem richtigen Weg unterwegs. Warum, oder besser, wonach suchen?

Die Logik hinter dem Sinn des Lebens

Hast du das Bedürfnis, nach dem Sinn des Lebens zu suchen, ist das ein starker Hinweis darauf, dem Unsinn in deinem Leben auf die Spur zu kommen und diesen zu eliminieren.

Mach dir nichts vor: Deine bisherige Achterbahnfahrt war ganz lustig, aber unbefriedigend. Shit happens! Andererseits will sich das vor dir Liegende nicht - oder nicht eindeutig - zeigen.

Es ist wie beim Anblick eines abstrakten Bildes. Was dir der Maler mit dem Bild vermitteln möchte, erkennst du nicht mit deinem Verstand von gestern. Gib diese Logik auf, mit der du bisher auf die Welt schautest. Nimm Abschied von jener Logik, die dich in diese miese Situation brachte und das Neue wird sich dir zeigen.

Du denkst: „Einfacher gesagt als getan“. Ja, vermutlich. Was dachtest du? Dass jemand kommt, dich an die Hand nimmt und dir eine Blaupause für dein Leben an die Arschbacke klebt?

Dein Joker für den Sinn des Lebens
Welchen Joker wählst du?

Der Joker zu deinem Sinn des Lebens

Du kennst sicher die „Millionenshow“ mit Armin Assinger, bzw. das deutsche Pendant „Wer wird Millionär“ mit Günther Jauch. Ich denke, die Sendung kommt deshalb bei vielen Menschen gut an, weil sie drei Kernelemente menschlicher Problemlösung beinhaltet:

1. Der Telefonjoker

Bitte einen guten Freund (oder mehrere gute Freunde, oder lebenserfahrene Menschen in deiner Umgebung) um Hilfe. Sie sollen dir ihre absolut ehrliche Meinung über dich mitteilen und dir Optionen aufzeigen, die sie sich für dich vorstellen könnten.

2. Der Publikums-Joker

Recherchiere im Internet, lies Blogs und gscheite Bücher. Schmeiß dich in Facebook-Gruppen, erstelle einen Twitter- und Instagram-Account. Teile den Leuten mit, worin dein aktuelles Problem besteht und bitte sie um ihre Meinung. Die Leute lieben es, frei heraus ihre Einschätzungen kundtun zu können. Es wird viel Bullshit dabei sein, aber wer weiß …

3. Der 50:50-Joker

Finde zwei neue Wege in deinem Leben. Einen Konservativen, z.B. einen 20-Stunden-Job in einer Kebab-Bude und einen Mutigen, z.B. Autoverkäufer auf selbstständiger Basis. Keine Ahnung was dich interessiert, aber das Prinzip sollte klar sein. Du wirst schnell feststellen, welcher der beiden Wege besser zu dir passt und ausbaufähig ist. Probier Neues aus, bis das Richtige in dein Leben findet.

Bleibst du wo du bist, wird genau nichts passieren. Wege entstehen im Gehen - also geh! Der Sinn des Lebens wird dir eines Tages auf diesem Weg entgegenkommen.

Arbeiten, um Geld zu verdienen, war gestern

Durch Zufall lernt Joe, ein unzufriedener Angestellter, den charismatischen Geschäftsmann Thomas kennen. Dieser wird zu Joes Mentor und offenbart ihm die Geheimnisse seines Erfolgs. Seine Unternehmen führt Thomas anhand zweier Leitlinien: Jeder Mitarbeiter muss seine Bestimmung sowie seine »Big Five for Life« kennen, also wissen, welche fünf Ziele er im Leben erreichen will. Diese Ideen helfen Joe, seine Wünsche zu verwirklichen. Doch Thomas will möglichst viele an seinem Wissen teilhaben lassen: Seine gesammelten Aufzeichnungen liegen hier vor Ihnen. (Anzeige)


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