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Du hast immer eine Wahl

Wer die Qual hat, hat die Wahl

DIE WAHL ALS KOLLEKTIVER BURNOUT

Allerorts fand bzw. findet eine Wahl statt. Ob in den USA, wo ein fragwürdiger Immobilienmakler das Rennen machte oder in Frankreich, wo ein Slim Fit Anzug die Vorgestrigen in die Schranken wies.

Und nun in Deutschland, das allem Anschein nach weiterhin von Mutti regiert wird, sowie in Österreich, das sich seit Jahren, weil sonst nicht viel los ist, im Dauerwahlkampf befindet.

Wir Bürger haben mal wieder die Wahl der Qual und geben uns erneut der Illusion hin, dass ausgerechnet Politiker jene Entscheidungen treffen werden, deren Auswirkungen uns bis ans Ende aller Tage glücklich und zufrieden machen. Eine kollektive Übertragung der Verantwortung an von Ego zerfressenen Machtmenschen.

Politiker sind auch nur Politiker

Zugegeben, von Ego zerfressene Machtmenschen klingt hart. Allerdings meine ich das nicht böse. Ohne dieser Eigenschaft wären sie keine Politiker, sondern würden einem anständigen Beruf nachgehen. Kanalreiniger, Synchronschwimmer-Nachwuchstrainer oder Geschäftsführer eines seriösen Nagelstudios.

Es ist auch okay, dass sie immer wieder Versprechungen machen, die bedingt oder nicht eingehalten werden. Seltsam, dennoch nachvollziehbar ist der Eindruck des alles-im-Griff-habens, den Politiker vermitteln, obwohl die Kacke bereits derart am Dampfen ist, dass sich selbst Mistkäfer freiwillig auf den Rücken werfen.

Reden wir Klartext

  • Wie lange fühlt sich dein Leben bereits mühsam und unbefriedigend an?
  • Was hast du schon alles probiert, damit "es" besser wird?
  • Stellst du dir manchmal die Frage "Soll das alles gewesen sein?" oder stehst du kurz davor aufzugeben?

Dein Leben ist einmalig und darüber hinaus zu kurz, um jahrelang herum zu probieren oder auf einen glücklichen Zufall zu hoffen. Übernimm die Verantwortung für deine Lebensfreude - es tut sonst niemand!

Ich unterstütze dich dabei!

Welche Konsequenzen wird es für dich haben, wenn du jetzt nichts veränderst?

Wir sind Bohlen

Was mich hingegen erstaunt ist, mit welcher Leidenschaft Wähler über Politik debattieren. Ob in persönlichen Gesprächen oder in Sozialen Medien, der favorisierte Kandidat wird in den Himmel gelobt, als wäre er die Mutter des eigenen Erstgeborenen. Gleichzeitig wird der Gegner wie ein blutrünstiger Zombie aus The Walking Dead verteufelt.

Jeder, der bereits einige Male eine Wahl mitverfolgt hat, weiß, wie der Hase läuft. Parteien bieten uns monatelang eine inszenierte Show, bei der sie unser Steuergeld für nervige Plakate, stumpfsinnige Werbegeschenke und Fernsehspots zum Fremdschämen verpulvern.

Und wir machen den Dieter Bohlen, der in seinem Sessel lümmelt und sich fühlt, als könnte er über das Schicksal der gesamten Menschheit abstimmen.

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Deine Qual ist meine Macht

Was wir wissen ist folgendes:

  • Politiker sind Machtmenschen, die (wieder)gewählt werden wollen.
  • Sie müssen vor einer Wahl möglichst vielen Menschen eine schmackhafte Karotte vor die Nase hängen, damit sie deren Stimmen bekommen.
  • Politiker unterstehen dem Einfluss mächtiger Konzerne, Vereinigungen und Lobbyisten, die deren Wahlkämpfe finanzieren und dafür eine Gegenleistung erwarten.
  • Deine individuellen Probleme, deine Qual, Wünsche, Bedürfnisse und Sorgen interessieren einen Politiker soweit, als dass er sie dir ständig unter die Nase reibt, damit du weiterhin an ihn glaubst.
  • Denn, wer sonst löst deine Probleme, lindert deine Qualen, erfüllt deine Wünsche, befriedigt deine Bedürfnisse und schafft deine Sorgen aus der Welt, wenn nicht er, der Politiker?
Wir haben immer eine Wahl
Eine Wahl ist eine einzige Show. Sonst nichts

Der Weihnachtsmann kommt bald

Es entsteht der Eindruck, dass wir die Verantwortung für unser eigenes, persönliches Schicksal in fremde Hände, also in jene eines Politikers legen. Der wird bestimmt Entscheidungen in unserem Sinne treffen und sich um alles kümmern.

Klar, und morgen regnet es Martinis geschüttelt, nicht gerührt, wachsen Goldbärchen auf Apfelbäumen und der DHL-Bote läutet an die Tür, anstatt den verdammten Zettel darauf zu picken.

Bei Kindern ist es süß, wenn sie nach wie vor an den Weihnachtsmann glauben, weil sie an ihn glauben wollen. Aber bei Wahlberechtigten?

Verantwortung übernehmen ist deine einzige Wahl

Nun, ich will niemanden zu nahe treten. Obwohl, im Grunde will ich das schon.

Allerdings, ohne hier mit erhobenem Zeigefinger auf Besserwisser zu machen und ohne Politiker kategorisch in einen Topf mit Überflüssigkeit zu werfen – lasst uns Klartext reden.

Der Einzige, der dein Leben zu einem besseren Leben machen wird, bist du. Politiker schaffen Rahmenbedingungen, die zugegeben, in unseren Breiten nicht die Schlechtesten sind. Aber zu erwarten, dass sie dir die Verantwortung für dein zufriedenes Leben abnehmen, ist vergleichbar mit der Hoffnung nach Lebensmittel, die beim Ausscheiden wie Marshmallows auf einem Teller serviert werden können.

Wäre es anders, gäbe es in Deutschland keine Hartz IV Empfänger und in Europa keine alleinstehenden Mütter, die nicht wissen, wie sie über die Runden kommen.

Es gäbe auch keine Rentner, die sich nicht einmal das Sterben leisten können und schon gar nicht gäbe es Fußballvereine, die 220 Millionen Euro für einen Menschen bezahlen würden.

Eine Wahl treffen heißt Verantwortung übernehmen
Triff deine eigene Wahl. Für dich

Eine Sau trifft echte Entscheidungen

Wo ist die Leidenschaft für das eigene Leben, für die Wahl, Entscheidungen für mich und mein Leben zu treffen? Stattdessen geben wir sie für Politiker her, die vor allem deshalb Politiker wurden, um unsere Aufmerksamkeit zu erhalten und sich damit einen runterzuholen.

Was ist mit der Verantwortung für sein eigenes Leben, die wir von Zuwanderern vehement einfordern, die wir allerdings bei einer Wahl an Politiker abgeben, die derart sorgfältig damit umgehen, wie eine Horde Affen, die um eine Banane streiten?

Wer hat die Qual verursacht, die wir teilweise ertragen müssen, oder die wir zumindest zeitweise als solche empfinden? Politiker? Nein. Du? Auch nicht.

Wir alle gemeinsam waren das! Wir lassen uns ein ums andere Mal einreden, dass sich Politiker um uns kümmern wie eine Sau, die ihre Ferkel säugt. Was sie aber nicht tun. Immer wieder an etwas zu glauben was nicht eintritt, führt zu kollektivem Burnout!

Diese Wahl gewinne ich

Ich gehe nicht für einen bestimmten Politiker wählen, weil ich den einen Kandidaten nicht mag und den anderen noch weniger. Wählen werde ich das geringste Übel. Also jenen Politiker, der aus meiner Sicht mit seinen Entscheidungen den geringsten Schaden anrichtet.

Ich gehe zur Wahl, und erweise damit jener Generation meinen tiefen Respekt, die mit Leib und Seele daran glaubten, dass sie mit dem Einsatz ihres Lebens eine bessere Zukunft für sich, aber vor allem für ihre Kinder und Kindeskinder erschaffen.

Dass sie von wahnsinnigen Machthabern angeführt wurden, die ihnen ebenfalls alles Mögliche versprachen, bestätigt mich in meiner Skepsis gegenüber den sogenannten Volksvertretern. Als Vergleich zwischen damals und heute möchte ich das allerdings nicht verstanden wissen.

Nach dieser Show werde ich mich, wie vor der Wahl, wieder mit der aktiven Gestaltung meines Lebens beschäftigen. Das ist keine Qual, dennoch Herausforderung genug, aber ich weiß meine Leidenschaft sinnvoll „investiert“.

Eine Wahl für mich und mein Leben zu treffen, also Verantwortung für mein Schicksal zu übernehmen, lernte ich von meinem Burnout.

Update: Mai 2019

Vor einiger Zeit habe ich für mich persönlich die Entscheidung getroffen, nicht mehr wählen zu gehen. Und ja, diese Wahl zu treffen ist absolut demokratisch. Wählen ist keine Staatspflicht. Es ist mein Recht, diese Entscheidung für mich persönlich zu treffen.

Ich glaube grundsätzlich nicht (mehr) daran, dass Politiker unser Wohlergehen ins Zentrum ihrer Überlegungen und Handlungen stellen. Das ist kein Vorwurf an Politiker, es ist eine emotionslose, innere Überzeugung.

Ich glaube hingegen daran, dass jeder einzelne Mensch an sich "arbeiten" sollte, um die beste, wahrhaftigste Version zu werden, die er von Natur aus ist. Mein Beitrag dazu ist, dass ich diesen Menschen - sofern sie dazu bereit sind - dabei helfe und ihnen meine Unterstützung anbiete.

Mahatma Gandhi hat einmal gesagt:

"Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt".

Daran glaube ich uneingeschränkt. Und ich bin der festen Überzeugung, dass wir eine andere, eine bessere, aber vor allem eine uneingeschränkt solidarische Gesellschaft werden, je mehr Menschen diesem Prinzip folgen. Dazu leiste ich aktiv und jeden einzelnen Tag meinen Beitrag.

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